Spielgemeinschaften

Kooperationen und Spielgemeinschaften

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In der nun über 100jährigen Geschichte des Sportvereines sind wir immer wieder Spielgemeinschaften in den Ballsportarten eingegangen, um ein bestehendes Angebot nicht vollständig einschlafen zu lassen. Spielgemeinschaften sind selten einmal „Selbstgänger“, weil alle Beteiligten ihre „Komfortzone“ verlassen müssen. Ein anderes Umfeld, erhöhter Aufwand durch längere Wege, unterschiedliche Auffassungen und Ziele und die Zusammenarbeit mit fremden Menschen machen diese Art der Zusammenarbeit oft zu einem Abenteuer.

Da sowieso viele unserer Kinder in Boostedt zur Schule gehen, die „Chemie“ innerhalb der Vorstände stimmt, die räumliche Entfernung am günstigsten ist und zudem mit der AKN noch ein Nahverkehrsmittel zur Verfügung steht, hat sich der SV Boostedt in der Vergangenheit als „logischer“ Partner in der Thematik herauskristallisiert.

Bereits seit 1990 besteht eine Spielgemeinschaft im Bereich der Handballer. In der Praxis finden das Training und die Punktspiele fast ausschließlich bei uns statt, aber damit können wir leben. Schade, dass sich die Abteilung im Moment ein wenig auf den Erwachsenenbereich reduziert hat, aber mit dem Rückenwind des Europameistertitels bei den Herren im Januar 2016 und dem Engagement einiger Handballerinnen und Handballer wächst da wieder ein zartes Pflänzchen heran, das aber noch einiges an Hege und Pflege benötigt.

Im Bereich der Fußballjugend haben wir seit der Saison 2013/14 in der Altersklasse der A bis C-Jugend eine Spielgemeinschaft mit den Boostedtern. Beide Vereine hatten zu der Zeit von der Anzahl der Mannschaften und der jeweiligen Struktur her ein gut funktionierendes System. Um zukunftsfest zu werden und das immer wieder auftauchende Problem der Abwanderung von Leistungsträgern zu minimieren, beschlossen beide Vereine, die Kräfte zu bündeln. Im Sommer 2014 war abzusehen, dass diese SG auch nachhaltig funktionieren würde. Folglich wurde die Zusammenarbeit in einem Vertragswerk nachhaltig geregelt. Im Tagesgeschäft haben sich die Verantwortlichen zusammengerauft und die auftretenden Probleme werden immer mehr zu Problemchen.

Über die Spielgemeinschaften hinaus haben die Vorstände der beiden Vereine bereits vor Jahren erkannt, dass jeder Stärken und Schwächen in seinen Angeboten hat, aber auch Gemeinsamkeiten vorhanden sind, die man früher oder später für Synergien nutzen kann. Ganz deutlich sei hier herausgestellt, dass beide Vereine weiterhin autonom sind und dieses auch bleiben wollen. Es gilt, die Kräfte zu bündeln, um den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft gut vorbereitet entgegentreten zu können. So wurde vor Jahren der Grundsatzbeschluss getroffen, dass Mitglieder des einen Vereines das Sportangebot des anderen Vereins nutzen können, als wären sie Mitglied in dem anbietenden Verein selbst. Es war klar, dass in einem ersten Schritt Doppelmitgliedschaften in beiden Vereinen verschwinden würden und somit auch die Anzahl der Mitglieder leicht zurückgehen würden. Nachhaltig glauben wir aber, dass wir so auf dem richtigen Weg sind.